2023 Albania

Kein klassischer Blog. Kein klassischer Urlaub. Dafür in der Kategorie „Videos“ erstmalig ein längeres Video dieses Trips. –> gerne anschauen. Eine Woche alleine mit einem allradangetriebenen Lada Niva durch Albanien fahren und dabei unterwegs Zelten. Alles begann mit dem Flug nach Albaniens Hauptstadt Tirana. Bei entspannten 40 Grad erstmal die Stadt etwas anschauen. Da gibt es Bunker aus Zeiten der Diktatur die heute Museen/Ausstellungen sind, Moscheen, Kunstobjekte, eine Oper, belebte Plätze und Gassen und viele nette Cafes wo man für sehr kleines Geld überlichterweise einen Kaffee und ein Wasser bestellt (Währung ist der Lek, aber (fast) überall wird auch Euro akzeptiert). Im Gepräch mit dem Vermieter der ersten Nacht von meinen Plänen erzählt und er sagte er würde sich am liebsten anschließen. 😉 Die Tour am Black Drin Fluss entlang wäre eine ganz hervorragende Idee. Dasselbe sagte im ubrigen der Vermieter des Autos bei dem ich am nächsten morgen mein Auto mitsamt Zelt, Schlafsack, Kühlbox etc in empfang nahm. Also los ab nach Kukes über die „Autobahn“ und erstmal an das neuen Fahrzeug gewöhnen. Mit einer maximal Geschwindigkeit auf Autobahnen von 90-100 km/h und sehr schlechten Straßenverhältnissen, sowie einem russischen Lada als Gefährt schafft man übrigens deutlich weniger Strecke als in Deutschland..aber man hat ja auch Zeit.;-) in Kukes dann erstmal deftig albanisch gestärkt (Suppe mit Fleisch und Kartoffeln) und dabei noch Melone als Geschenk dazu bekommen. Dann also wieder auf die Straße Richtung Ujmisht. An einer Stelle gabelt sich die Straße dann und geht links schön geteert weiter während  rechts eine Schotterpiste abgeht. Laut google ist die Schotterpiste eine befestigte Strasse. Die andere Straße kennt google nicht. Genau hier muss man auf die Falschinformation von google hören und rechts auf die offroad Strecke abbiegen. Und schon gehts los uber Stunden in langsamem Tempo bergauf, bergab, über Brücken und am Fluss entlang…eine herrliche Route (solange einem keiner entgegenkommt und man ein Allrad Fahrzeug fährt). Schnell vergisst man trotz 40grad und fehlender Klimaanlage die Zeit und fährt bis es fast dunkel ist. Also schnell einen Spot zum Zelt aufschlagen gesucht und gefunden(direkt am Flussabzweig). Nebendran ein Albaner mit einer Art provisorischer Bar mitten im nirgendwo. Dwr freundliche Albaner rief auch direkt per videocall seinen sohn an der englisch sprach, damit wir klären konnten was ich eigentlich Essen und trinken will. Unter den Bäumen bei seinem Holzverschlag saßen auch bereits zwei Deutsche (Rene und Julia,beide Anfang 40) die mit ihrem Jeep und Riesenschnauzer ebenfalls diesen Spot gefunden hatten. Also zusammen ein Bierchen getrunken und über Albanien, Reisen, Routen und das offroad fahren gequatscht. Plötzlich tauchten vier weitere Personen aus der Dunkelheit auf. Vier mitte zwanzigjährige Deutsche auf Enduro Motorrädern die ebenfalls den ganzen tag offroad gefahren waren und sich auf ein bier zu uns gesellten. Am nächsten morgen, nach einigen Startschwierigkeiten des Lada ging es dann für alle wieder los. Für mich nach Peshkopia auf einen Frühstückskaffee und danach weiter nach Burrel. Wieder durch extrem schöne Landschaft. Übernachtungsspot war hier eine Wiese neben einer Kirche. Menschen die da normalerweise wohnen waren keine da, aber eine holländisches älteres ehepaar die dort ebenfalls parkten. Also Hängematte zwischen die Bäume und erstmal runter zum Fluss fürs Erfrischungsbad. Da der Lada haufig nixht so richtig anspringen wollte und auch der vermieter noch nicht genau wusste woran das lag, beschloss er vorbei zu kommen und meinen Lada gegen einen anderen zu tauschen. Gesagt, getan bekam ich einen anderen Lada (der Vermieter hat 9 davon) bei dem zwar motor und abs lampe leuchtete (zitat: ist nicht schlimm, computer spinnt nur)und der kofferraum nur von innen heraus aufzumachen ging, der jedoch ansonsten (wenn auch nochmal lauter) einwandfrei lief. Aufgrund unaushaltbarer Hitze alle groben Pläne dann also erstmal umgeworfen und Richtung Meer (Durres) gefahren (Strecke dorthin durch Naturschutzgebiet und mal wieder über Brücken, unfassbar schön) in der Hoffnung, das es dort kühler ist bzw man evtl am strand entspannen kann, da das Autofahren ohne Klimaanlage in praller Sonne einen trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr an seine grenzen bringt. Leider ist es am Meer genauso heiß und selbst unterm Schirm entspannen am strand unmöglich. Also schnell ein Zimmer gebucht und aufs Bett gelegt bei laufender Klimaanlage um irgendwie wieder klar zu kommen. Abends einmal durres und den Strand angeschaut. Sehr voll, touristisch und leicht abgeranzt (alles so DDR style vergangener tage) und irgendwie wie alle touri orte nur in günstiger und etwas abgeranzter. Also am nächsten morgen schnell wieder weg Richtung Elbasan. Wieder mal durch schöne landschaft und natürlich über diverse Brücken. Dort am Fluss direkt zu zelten war leider mangels Schatten und bei mittlererile 44 grad nixht möglich. Also eine Wiese hinter einer Werkstatt auf der bereits ein anderer Reise LKW mit einem älteren Paar aus Deutschland stand ausgesucht und an einem dort stehendem Eisengestell (Bäume gabs keine…nur Sträucher) die Hängematte aufgehängt (hielt;-))..am nächsten morgen sehr früh los (angenehmste Temperatur zum Autofahren) und über sehr schöne schlängelnde Straßen zu einem Wasserfall gefahren. Weder auf den strassen noch irgendwo in der Umgebung irgendwelche Menschen getroffen. Also erstmal den Wasserfall als Dusche genutzt (natürlich mit extra umweltfreundlichem bio-öko-duschgel;-)). Von dort dann weiter zu einem recht nah an tirana gelegenen See mit angeschlossenen Weinbergen. Da es dort nur Weinreben und kaum Bäume gab wurde die Hängematte also wieder gegen das zelt getauscht und dies an einer Mauer des Weinhanges aufgestellt. Den See der leider überhaupt keine Erfrischung war (über Wochen zwischen 30-44 grad Temperaturen) trotzdem zum schwimmen genutzt und abends für ein entspanntes Bier auf dem dortigen Holzsteg. Auch wenn lärmende Gänse die idylle etwas störten ein sehr schöner abend. Am nächsten morgen also wieder rein nach Tirana zum auto abgeben. Der Verkehr ist in Albanien teils geisteskrank…auf abgelegenen Straßen natürlich leer, in tirana fährt jedoch jeder wie er will, Blinker braucht kein Mensch und Fahrspuren ebenso wenig. Da der mittlerweile extrem verdreckte Wagen gesäubert zuruckgegeben werden sollte schnell noch bei google „lavaszh-autowäsche“ eingegeben (gibts an jeder Ecke). Leider fand ich mitten in tirana die kleineste Gasse durch die man den kleinsten Hinterhof erreichte auf dem mir dann ein netter Albaner also den Lada wieder säuberte (gründlich innen und aussen für kleines geld). Also nochmals durch mini Straßen zuruck zu den Lada Guys und das Auto abgegeben. Ein letzter abend in Tirana mit traditionellem Essen (Leber- Ricotta-Auflauf) und schon ist leider auch dieser mal etwas völlig anders ablaufende, alleine durchlebte, eingeschobene kurze Urlaub vorbei. Ein paar Fotos folgen nun ebenso wie diesmal ein zusammenschnitt diverser Videos. Viel Spaß damit und bis zum nächsten Mal 😉✌️

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